Eine Niederlassung auf dem Land ist gerade für junge Ärzte attraktiv, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Sie lassen sich sogar häufiger in ländlichen Regionen nieder als ältere Ärzte. Das ist ein Ergebnis der jüngsten Existenzgründeranalyse der Apobank. Der Anteil der Ärzte bis 35 Jahre, die sich 2014 in ländlichen Gebieten niederließen war doppelt so hoch wie in der Altersgruppe ab 36 Jahren. „Das hat uns dazu veranlasst, die jüngeren ärztlichen Existenzgründer einmal genauer zu betrachten“, sagte Georg Heßbrügge, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik bei der Apobank. „Ob ein Standort attraktiv ist, dafür sind vor allem die öffentliche Infrastruktur sowie Arbeits- und Lebensbedingungen ausschlaggebend. Und wenn das Konzept dann auch noch stimmt, scheut die nachfolgende Ärzte-Generation die Niederlassung auf dem Land nicht.“

Einzelpraxis bleibt attraktiv

2014 entschieden sich der Untersuchung zufolge 58,7 Prozent der Hausärzte und 57,8 Prozent der Fachärzte für eine Einzelpraxis als Form der Existenzgründung. Aber auch die Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) sind bei den Ärzten beliebt. Im vergangenen Jahr wählten 36,9 Prozent der Hausärzte und 34,1 Prozent der Fachärzte diese Niederlassungsform. Praxisgemeinschaften, Medizinische Versorgungszentren und sonstige Kooperationen spielten mit 4,4 Prozent bei Hausärzten und 8,1 Prozent bei Fachärzten eine untergeordnete Rolle.

Für ihre Existenzgründungsanalyse wertet die Apobank zusammen mit dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) jährlich die von ihr durchgeführten Finanzierungen ärztlicher Existenzgründungen aus. Zur Untersuchung geht es hier.